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Stallklima

Das Stallklima

Dem Stallklima wird in der Pferdehaltung noch immer zu wenig Beachtung geschenkt – unverständlicherweise, denn es ist entscheidend für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Pferde. erschienen in Pferderevue 7/96, S. 20–25

Pferde verfügen als ehemalige (man lässt sie ja nicht mehr) Steppenbewohner über eines der besten Thermoregulationssysteme. Für die Erhaltung ihrer Gesundheit ist es äußerst wichtig, dass sie die Möglichkeit haben, dieses System zu trainieren, sprich, sich den natürlichen, jahreszeitenbedingten Temperaturschwankungen anzupassen. Pferde kommen außerdem mit Kälte besser zu Recht als mit Hitze, d. h. sie können durchaus auch bei Minusgraden draußen gehalten werden.

 Im Freien halten sich Pferde gerne an windausgesetzten Stellen auf, ein Luftstrom, der das Pferd ganzflächig trifft, setzt die   Thermoregulation in Gang und ist keineswegs gesundheitsgefährdend. Frischluft hat auf jeden Fall Vorrang vor warmer Stalltemperatur. Dazu kommt, dass sich Krankheitskeime und Pilze in einem feuchtwarmen Klima wesentlich besser vermehren und ausbreiten als bei niedrigeren Temperaturen.

Das Stallklima wird im Wesentlichen durch folgende Faktoren bestimmt: Luftbewegung, Stalllufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Schadgaskonzentration, Staubgehalt, Licht. Wesentlich für die Qualität der Stallluft sind die Zufuhr von Frischluft und der Abtransport von verbrauchter Luft und Schadgasen.

Durch mikrobielle Zersetzung der Ausscheidungen entsteht im Pferdestall vor allem das Gas Ammoniak (NH3). Ammoniak ist ein Reizgas, das in hoher Konzentration zu Schäden an den Atmungsorganen führen kann und Ernährungsvorgänge und die Vitalität im Allgemeinen beeinträchtigt.

Pferde verfügen über eine große Hitze-, Kälte- und Lichttoleranz. Sie vertragen Licht nicht nur gut – sie brauchen es notwendig, um gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Lichtmangel führt u. a. zu Störungen im Wasserhaushalt mit vermehrter Wasserspeicherung, zu verminderter Leistungsfähigkeit der Muskulatur und zum Nachlassen der Sexualfunktionen.

        

 



Schlagzeilen

Ende des Winters sinkt der Vitamingehalt im Heu. Durch Fellwechsel und vermehrtes Training im Frühjahr steigt der Vitamin und Nährstoffbedarf der Pferde! Lassen Sie durch gezielte Fütterung erst gar keinen Mangel entstehen.

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